Herrmann Massivholzhaus

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Herrmann Massivholzhaus gewinnt Sonderpreis im Wettbewerb „Das klimafreundliche Haus“

Petersberg/Geisa, 22.09.2011. Das solarAKTIVhaus der Herrmann Massivholzhaus GmbH ist Ende August im Rahmen des Wettbewerbs „Das klimafreundliche Haus“ mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden. Die Jury des vom Landkreis Fulda ausgeschriebenen Wettbewerbs hob in ihrer Begründung die außergewöhnlich innovative Bauweise und Technik, mit dem Ergebnis eines energieautarken Wohnhauses hervor.


Sonne und Holz – das sind die beiden Energieträger, die das 262 m² große Gewinnerhaus mit Wärme und Energie versorgen. Und das ganzjährig. Denn die Solaranlage mit 25 m² Kollektorfläche, optimiert um die wenigen Wintersonnenstunden hundertprozentig einzufangen, speist die Sonnenenergie in einen 30.000 Liter fassenden Saison-Schichtenspeicher im Keller unter dem Haus. Auf diese Weise ist die gespeicherte Wärmeenergie mehrere Monate zum Heizen und zur Brauchwassererwärmung verfügbar und man startet mit einem „sonnengeladenen“ Speicher in die kalte Jahreszeit – ohne zusätzlich Energie aus fossilen Brennstoffen zu nutzen. An kalten Wintertagen bringt ein Feuer im Kamin zusätzliche Lebensqualität und Wärme. Denn der Großteil der erzeugten Wärmeenergie wird über eine „intelligente“ Kesseltechnik ebenfalls in den Saison-Schichtenspeicher gelenkt. Durch diese Kombination und die Größe des Speichers steht immer ausreichend Wärmeenergie zur Verfügung, die quasi im Hintergrund durch Wintersonne und Kaminfeuer immer wieder aufgeladen wird. „Unser Ziel bei der Planung des Hauses war es, die Heiz- und Stromkostenrechnung abzuschaffen. Und dieser Plan geht auch auf“, resümiert Uli Herrmann, der gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin seit Januar 2011 das Massivholzhaus bewohnt. Die Stromrechnung konnten die beiden durch die zusätzliche Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach abschaffen. Die so erzeugte Energie nutzen sie direkt im Gebäude und speisen nur den überschüssigen Strom ins Netz ein. Auch hier geht die Jahresbilanz auf, durch die Anschaffung von energiesparenden Geräten im Haushalt schafft es die „kleine“ Photovoltaikanlage mit nur 3 kWp Leistung den Jahresstrombedarf zu decken.

Wettbewerb „Das klimafreundliche Haus“

Ziel des Wettbewerbs „Das klimafreundliche Haus“, der Anfang des Jahres vom Fachdienst Biosphärenreservat Rhön ausgeschrieben wurde, war es, Bauherren auszuzeichnen, die bei ihrem Eigenheim besondere Maßstäbe des Klimaschutzes angelegt haben. „Als Modellregion für Klimaschutz und Klimaanpassung wollen wir die Bauherren informieren, sensibilisieren und Hilfestellungen anbieten“ – so die Intention des Wettbewerbs. Grundlage zur Beurteilung der Gebäude im Wettbewerb bildete der Primärenergiebedarf, d.h. die Gesamtenergieeffizienz.

Ökologisches Gesamtkonzept

Der Gewinner des Sonderpreises ist ein Herrmann-Haus im doppelten Sinn: denn Bauherr Uli Hermann ist auch der Inhaber des gleichnamigen Massivholzhaus-Herstellers in Geisa. Seit 2004 baut das Thüringer Unternehmen massive Holzhäuser. Das ausgezeichnete solarAKTIVhaus ist speziell darauf ausgerichtet, den Energieaufwand auf ein Minimum zu reduzieren – sowohl bei der Auswahl der Rohstoffe als auch während der Produktion und beim späteren Betrieb. Möglich wird dies durch regionale Produktionswege, den intelligenten Einsatz von Solartechnik und: dem Werkstoff Holz. Denn die Basis des Hauses bildet Holz – aus regionalen Beständen und in der Region verarbeitet. Ganz zentral kommt es für den Bau der so genannten Massivholzmauern, der Außendämmung und im Fensterbau zum Einsatz. Das solarAKTIVhaus nutzt damit die hohe Wärmespeicher- und Dammfähigkeit von Holz für die Energieeinsparung und schafft gleichzeitig ein gesundes Wohnklima für seine Bewohner. Regionale Rohstoffe, kurze Transportwege, intelligente Technik: nicht nur die Bauherren profitieren von diesem Konzept, sondern auch die Umwelt.

Wer sich selbst ein Bild vom Gewinnerhaus machen möchte, findet das solarAKTIVhaus in Petersberg-Almendorf.